GESCHICHTE


Die Geschichte des Oberwalliser Volksliederchors ist untrennbar mit derjenigen des 'Liederkaplans' Adolf Imhof und der Geschichte des Singspiels im Wallis verbunden. Als Adolf Imhof - ein Theaterbegeisterter von Jugend auf - im Januar 1957 mit einem grossen gemischten Chor seine Lieder beim Radio in Bern einspielte und diese mit grossem Erfolg über den Äther zu hören waren, äusserten zahlreiche Liebhaber des Volksliedes beidseits des Lötschbergs den Wunsch, der Chor solle sich zu einem Verein zusammenschliessen. Im darauffolgenden März 1957 fand bereits die Gründungsversammlung statt. Adolf Imhof wurde der erste Dirigent, der Volksdichter Dr. Ludwig Imesch der 1. Präsident des neugetauften Oberwalliser Volksliederchores. Seitdem sind 50 erlebnisreiche Jahre vergangen. Zahllose Lieder wurden für den Volksliederchor geschrieben und aufgeführt. Als Botschafter des Wallis trat er bei den Walsertreffen in Italien, Österreich und Lichtenstein auf, schweizweit im Rahmen der Walliservereinigungen, aber auch im prominenten Berner Kursaal und Casino. 1971-74 spielte er nicht weniger als 4 Platten mit Liedern von Adolf Imhof beim Schweizer Radio in Bern ein, bis 1995 sollten 5 weitere Einspielungen mit Felix Schmid und Franz Weissen folgen. Glanzvolle Aufführungen erlebten die Singspiele 'Im Gantertal' 1968/82/92, 'Dorftanz' 1985, 'Gratzug' 1991 und 'Der letzte Sander' 2000. 1975 wirkten die Mitglieder des Oberwalliser Volksliederchores als Statisten im Walt Disney Film 'Barry'. Weitere Fernsehauftritte erfolgten 1966-85 im Rahmen von Sendungen wie 'Chum und lueg', 'Grüezi mitenand', 'Frohe Klänge aus dem Oberwallis', 'Äs heiters Gmiet' und 'Fyrabig' - 1983 dokumentierte sogar das belgische Fernsehen die Auftritte des Oberwalliser Volksliederchores. 1965 kommt ihm die Ehre zu, beim Empfang des Königs Frederik von Dänemark in Brig im Beisein des Bundespräsidenten Tschudi zu singen, deren Lob und Glückwunsch sind Ehrenzeichen in der Geschichte des Chores.

Unter den Dirigenten finden wir nach Adolf Imhof (1957-64) die Nachfolger Felix Schmid (1964-87), Franz Weissen (1987-2001) und Urs Tenisch (2001-6), die als Dichter wie Komponisten bleibende musikalische Spuren beim Volksliederchor wie im ganzen Oberwallis hinterlassen haben. Seit Ende 2006 singt der Oberwalliser Volksliederchor unter der Leitung von Javier Hagen aus Brig/Leuk. Hagen geniesst als Sänger und Komponist internationalen Ruf und ist dem Walliser Publikum als Baron Zsupan oder Makkaronikoch Pappacoda aus den Leuker Freilichtoperetten in bester Erinnerung. Mit ihm zusammen erfreut der Oberwalliser Volksliederchor eine treue einheimische Zuhörerschaft, trat im Schweizer Radio (DRS, Espace 2, RRO) und Fernsehen (SF1 Bsuech us, Regionalfernsehen) mehrmals auf und erlangte damit auch über die Kantonsgrenzen hinaus eine rege Aufmerksamkeit. Der Oberwalliser Volksliederchor bringt Sängerinnen und Sänger aus einem Dutzend Gemeinden zwischen Steg und der Grafschaft zusammen. Er fördert und pflegt das Walliser Volksliedergut und vermittelt dieses mit Herzlichkeit in- wie ausserhalb seines Kantons. Er ist ausserdem Gründer der Stiftung zur Förderung der Jugendchöre im Oberwallis und wird kompetent von Paula Schnidrig präsidiert. Der Oberwalliser Volksliederchor tritt in der Walliser Werktagstracht auf und singt auswendig. Beim geselligen Zusammensein intoniert er daher selbst in kleinster Runde seine heiteren, fröhlichen und besinnlichen Lieder - und mit etwas Glück lassen sich diese jeweils am Montag spätabends nach den Proben in der Walliser Weinstube an der Briger Bahnhofstrasse vernehmen!

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